Chronik

Die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Hohn beginnt am 7. Dezember 1889. An diesem Tag trafen sich zur Gründungsversammlung 54 Männer im Hohner Krug und wählten zu ihrem ersten Wehrhauptmann Bauer Hans Möller, Streitenburg, zum Stellvertreter Hans Heit und zum Schriftführer Friedrich Timm. Bereits ein halbes Jahr später trat man dem erwähnten Provinzialverband in Neumünster bei und beschloss, das Gemeinschaftsleben der Wehr und des Dorfes durch Gründung einer Feuerwehrkapelle zu heben. Diese war sehr bald spielbereit und stand zu Auftritten zur Verfügung. 1901 änderte man den Namen "Zwangswehr" in "Brandwehr".

Die Versammlungen und Feiern fanden bis 1929 abwechselnd im Hohner Krug und der Gosch'schen Wirtschaft statt, danach auch im Bahnhofshotel. Aus dem Sitzungsprotokoll vom 13. März 1925 geht hervor, dass zwei Spritzen vorhanden waren. Die Wehr erhielt damals von der Gemeinde 45m Schlauch für die große und 30 m für die kleine Spritze sowie geschenkweise von der Landesbrandkasse 60 m Schlauch mit neuer Sturzkuppelung. In den nächsten Jahren stellte man einen mit gestifteten Minimaxgeräten ausgerüsteten Stoßtrupp auf und schaffte zwei Rauchschutzapparate und einige Feuerwehrlampen an. Am 7. März 1928 erhielten Peter Hansen und Hans Falkenhagen für 25-jährige treue Dienste das Feuerwehrverdienstkreuz. Das 40-jährige Stiftungsfest feierte man 1929.

1934 erhält die Wehr im Zuge nationalsozialistischer Umgestaltung die Bezeichnung "Löschzug I des Amtsbezirks Hohn". Außerdem änderte sich die innere Struktur: Es gab ab sofort keine Versammlungsentscheide mehr, sondern nur noch Befehle resp. Anordnungen; desgleichen wurden Führer nicht mehr gewählt, sondern ernannt, die Führerbezeichnungen selbst geändert.

Beim Provinzialverbandstag 1936 in Meldorf errang der Löschzug I Hohn einen beachtlichen zweiten Rang. Am 2. Weihnachtstag 1938 schritt die Gleichschaltung fort: Sämtliche Feuerwehren Großdeutschlands werden dem Reichsführer SS unterstellt. Das 50-jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Hohn am 7. Dezember 1939 entfiel wegen des Krieges. Zu jenem Zeitpunkt lebten noch immerhin 10 Gründungsmitglieder.

In der Nachkriegszeit entwickelte sich die Wehr technisch und personell weiter. 1951 konnte eine Feueralarmsirene in Betrieb genommen werden, und 1956 legte man gegenüber dem Haus des Malermeisters Stiefel und bei der Schule bereits vor dem 2. Weltkrieg durch den Reichsarbeitsdienst einen Feuerlöschteich an. Gleichzeitig erhielt Julianenebene einen sehr leistungsstarken Hydranten. Heute erfolgt die Löschwasserbeschaffung auch im Dorfe aus Hydranten der zentralen Wasserversorgung aus Erfde. 1959 wurde eine zweite Motorspritze angeschafft.

Seit 1989 haben die Ereignisse die Hohner Feuerwehr sehr verändert. Wehrführer Gerhard Krämer verfügte mit einem Tanklöschfahrzeug 8/18, einem Löschgruppenfahrzeug LF/16 TS und einem Gerätewagenfür Verkehrsunfälle über einen modernen Fahrzeugpark.

Das Feuerwehrgerätehaus war zeitgemäß eingerichtet Die Einführung des umluftunabhängigen Atemschutzes machte die Wehr noch schlagkräftiger.

Zudem war der Ausbildungsstand - nicht zuletzt durch den Erwerb des „Bronzenen Beils" (einer Leistungsprüfung des Landesfeuerwehrverbandes) hoch, und viele Mitglieder der Hohner Wehr lebten und arbeiteten in Hohn. Bei mehreren Großbränden, wie z.B. die Brände bei Szylenkewitz in der Bahnhofstraße, wurde die Leistungsfähigkeit der Wehr gefordert.

Im August 1990 verstarb plötzlich der Wehrführer, HBM Gerhard Krämer. Sein Stellvertreter OBM Heinrich Kühl übernahm sein Amt und wurde auf der Jahreshauptversammlung im Januar 1991 zum neuen Wehrführer gewählt. Aber auch er erkrankte im März 1991, so daß die Gemeindevertretung einen Wehrführer und einen Stellvertreter ernennen musste. OLM Walter Krämer und LM Hans Haß wurden als Wehrführer und Stellvertreter bestimmt. Im Januar 1992 wurde Olaf Brumm zum neuen Wehrführer und Walter Krämer zu seinem Stellvertreter gewählt.

Am 01. Mai 2000 wurde feierlich die Jugendfeuerwehr gegründet.

Olaf Brumm führte die Wehr bis Januar 2014 und machte sich durch sehr viel Einsatz, einen Namen auf Kreis und Landesebene. Er baute die Hohner Wehr technisch und personell weiter auf. Danach übernahm sein Stellvertreter Jürgen Sieh das Amt des Wehrführers. Zum stellv. wurde Andre Wesemann gewählt.

Im Januar 2018 legte Andre Wesemann sein Amt, aus persönlichen Gründen nieder. In der Jahreshauptversammlung wurde Andreas Freund als neuer stellv. Wehrführer gewählt.

Die Führer der Hohner Wehr

1989 - 1895Hans Möller, Bauer (Streitenburg)
1895 - 1923Friedrich Ohem (Hohner Hof)
1923 - 1934Peter Hansen, Bauer und Gastwirt
1934 - unbek.Jürgen Rohwer, Bauer, Gemeindevorsteher
unbek. - 1942Jürgen Pahl, Tischlermeister
1942 - 1948Claus Sieh, Stellmachermeister
1948 - 1952Wilhelm Keller, Tischlermeister
1952 - 1960Klaus Rohwer, Bauer und Müller
1960 - 1978Klaus Sieh, Bauer (Kunterschaft)
1978 - 1988Robert Meier, Kaufmann
1988 - 1990Gerhard Krämer, Maler
1990 - 1991Heinrich Kühl
1991 - 1992Walter Krämer
1992 - 2014Olaf Brumm
seit 2014Jürgen Sieh